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Ferias und Corridas - Stierspiele - Der Stier in den Straßen - Stierkundewörterbuch |
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LEGEND :
Begriffe, die bei den Stierspielen der Camargue benützt werden
Begriffe des spanischen Stierkampfes
GLOSSARY :
Abrivado : Stiere rennen in den Sraßen von einem zum anderen Ende des Dorfes, begleitet von den Gardians, den berittenen Hirten. (das Gegenstück zur « bandido »).
Aficionado : Eine Person, die von etwas begeistert ist oder besonders genießt.
Anouble : Einjähriger Jungstier.
Attributs : für das Stierspiel an den Hörnern befestigte Objekte (Kokarde, Schnüre) Jedes Objekt kann mit einer Sorte Metallkamm (siehe « crochet ») abgerissen werden.
Bandido : Begleitung der Stiere am Ende der Spiele zurück auf die Weiden (das Gegenstück zu « abrivado »).
Becerrada : Angedeudete Tötung des Stieres, Amateurspiel.
Biòu : Provenzalisches Wort für Stier, benützt für kastrierte Rinder. In den Camargue-Spielen bezieht es sich auf « cocardier », den Stier für die Spiele.
Biòu d’Or : Preis einer Jury für den besten Stier der Saison.
Bouvino ou bouvine : Bezieht sich auf alles, was mit den Camargue-Stieren zu tun hat, auch der geografische Punkt der Produktion oder die Höfe und Züchtungen. Alles, was mit dem « Biou » zut un hat. In Verbindung mit « Fé de Bioù ».
Cabestria : Freilassen der Cabestros (Stiere mit Glocke) in der Arena, um Stiere, die nicht in die Stallungen der Arena zurück wollen, zu begleiten.
Capea : Stierkampf ohne Picador und Tötung.
Capelado : Provenzalisches Wort der gleichen Wurzel wie « capel », « Hut ». Bezieht sich auf den Moment vor dem Spiel, wenn die « razeteurs » in die Arena einziehen und den Präsidenten und das Publikum grüßen.
Carmen : Das Lied des « Toreador », ein Auszug aus der Oper von Bizet, wird während der « capelado », dem Einzug (Paseo) gespielt oder als Belohnung für einen Stier, der die Verfolgung des Razeteurs bis zur Begrenzung der Arena unternimmt oder am Spielende als Ehre für eine besondere Leistung des Stieres zu hören bekomm, was eine Belobigung der Züchter bedeutet.
Cocarde : Kokarde oder Rosette. Eine kleine rote Schleife, zwischen den Hörnern der Stiere befestigt.
Cocardier : Camargue-Stier, der seinen Mut und seine Agressivität in der Arena unter Beweis gestellt hat.
Concours de manades : Wettbewerb, bei dem mehrere Züchtungen « Manades » ihre Stiere zum Vergleich ins Rennen schicken.
Coup de barrière : Der « raseteur » rennt zur Begrenzung und überspringt sie, während er vom Stier verfolgt wird und an die Begrenzung gedrückt wird. Dieser « coup de barrière » ist üblicherweise sehr spektakulär und durch den Präsidenten des Spiels durch die « Carmen » zu Ehren des Stieres belohnt.
Coup de revers : Abwehrende Bewegung des Kopfes des « cocardier ».
Coupe de la cocarde : Abriss der Kokarde : Abriß der Schnur, mit der die Kokarde befestigt ist. Üblicherweise wird das Wort « coupe » dür diesen Abriß benützt.
Coupe du frontal : Abriß der Schnur zur Fixierung der Kokarde an der Stirn des Stieres, oft kurz als « frontal » bezeichnet.
Couper le taureau : Ein « raset », bei dem die Lauflinie des « raseteur » den Stier zu stark abschneidet.
Couper le terrain : Der « cocardier » schneidet quer vor dem « raseteur ». Synonym : anticipieren
Courir : Rennen. In Bezug auf einen « raseteur » oder einen Stier, der an einem Camargue-Spiel teilnimmt.
Courir aux emboulés : Rennen mit Stieren, deren Hörner durch Kugeln geschützt sind, um die Unfallgefahr zu verringern.
Courir cornes nues : Rennen mit ungschützten (freien) Hörnern ohne Kugeln oder anderen Schutz. Synonym : « courir en pointes ». Gegenbegriff : « courir aux emboulés ».
Course : Heute für alle Stierrennen und Spiele in der Tradition der Camargue verwendet, ausser beim Aufdrücken der Brandzeichen oder Belustigungen.
Course camarguaise : Offizielle Bezeichnung des Spieles, auch bekannt als « course libre » oder « course à la cocarde », das Spiel mit Camargue-Stieren, offiziell als Sport seit 1975.
Course de nuit : Nachtspiele. Aktivität, bei der Jugendliche ihren Mut und ihre Fähigkeit mit jungen Stieren testen können. Chance für die Züchter, die erfolgversprechensten Tiere zu testen.
Course de protection : Camarguespiele mit jungen « raseteurs » gegenüber jungen « cocardiers », jünger als 6 Jahre. In diesem Spiel ist der junge Stier aufgrund seiner Courage und Agressivität geschützt. Oft vereinfacht als « protection ».
Course libre : « Freies Rennen » : im 19. Jhd. gab es keine spezielle Qualifikation zur Teilnahme, jeder konnte mitmachen.
Crochet : Das Wort kommt aus dem provenzalischen « crouchet » und bezieht sich auf ein Instrument in Form eines Kammes ode reines Griffs, mit dem der Razeteur zwischen die Hörner des Stieres greift.
Devise : Aus dem kastillianisch « divisa ». Motto. Bezieht sich auf die Farben der Zucht.
Doublen ou doublenco : Zeijähriger Stier.
Ecarter (s’ ...) : Angewendet, wenn ein raseteur vor einem « cocardier » ausweicht, um einer gefährlichen Situation zu entgehen.
Ecole taurine : Stierkampf- und Stierspielschule. Jugendliche lernen entweder die Technik des Camargue-Stierspieles oder der spanischen Corrida.
Embouler : Schutzkugeln auf den Hörnern anbringen.
Encierro : Stierrennen in den Strassen (ohne Pferde)
Encocarder : Die Kokarde oder andere « attributs » auf dem Kopf des Stieres anbringen.
Escoussure : Ein Schnitt in die Ohren des Stieres. Jede Züchtung hat eine eigene Schnittform, um die Tiere leichter identifizieren zu können.
Fé di Biòu : Bewunderung und Leidenschaft für die Camargue-Stiere. Diese Leidenschaft bezieht die Pferde mit ein und wird von den Bewohnern der Dörfer und Orte bei den Rennen auf den Straßen oder in den Arenen geteilt.
Ferrade, ferrado : Setzen des Brandzeichens. Aufdrücken des Brandzeichens der Zucht (Zeichen der Wiedererkennung) auf dem linken Schenkel des Jährlings und Schnitt ins Ohr (escoussure).
Ficelle : Schnur. Eine 70-90 cm lange Schnur, auch « Sattelmacherfaden », um die Kokarde zwischen den Hörnern an der Stirn des Stieres zu befestigen.
Frontal : Flacher Teil des Stierkopfes zwischen den Augenbrauen und den Hörnern. Es wird auch für den Schnurteil zwischen der Basis der Hörner des Stieres verwendet. Der Razeteur gewinnt den Preis, wenn er dieses Schnurteil zu fassen bekommt.
Glands : Troddel. Zwei kleine weiße Wollelemente, mit einem Gummiband an der Hornbasis des Camarguestieres befestigt. Der raseteurs greift nach dieser Troddel in zweiter Poistion, nach der Kokarde und vor den Schnüren.
Jeux gardians : Spiele der berittenen Hirten. Zu Pferd messen sich die Hirten in verschiedenen Spielen, etwa bei der Verfolgung in der Arena.
Manade : Herde von Pferden oder Stieren und im weiteren Sinn die Zucht, der Hof.
Manadier : Vom provenzalischen « menaïre », dem Führer einer Herde. Bezeichnung für den Besitzer der Zucht und des Hofes.
Nacioun Gardiano : 1904 gegründete Gesellschaft von Marquis Folco de Baroncelli gegründet, um « den Bestand und die Glorifizierung des Arleser Kostüms, der Bräuche und der Tradition des Stierlandes » zu gewährleisten und um die provenzalische Sprache zu verbreiten (langue d’Oc).
Pena : Blechmusikgruppe, die im spanischen Stil spielt (Musik für Stierkämpfe).
Raset : Aktion des « raseteurs » beim Versuch, die Attribute zwischen und an den Hörner mit Hilfe des « crochet » abzureißen.
Raseter : Abgeleitet aus dem provenzalischen Wort « rasa », zu rasieren. Gebraucht, um sich die Attribute am Stierkopf durch Geschick und Geschwindikeit anzueignen.
Raseteur : Bezeichnung für den weiß gekleideten Mann der sich dem Camarguestier im Spiel stellt und versucht, die Kokarde und die anderen Attribute abzureißen.
Roussataïo : Rennen von Pferden und Eseln auf den Strassen ohne Reiter.
Royale : Art des Camargue Stierspiels mit sechs der besten Stiere in einem Rennen und von einer Züchtung.
Saison taurine : Stierspielsaison. Periode während des Jahres, in der Stierspiele und Kämpfe stattfinden, gewöhnlich von Mitte März bis Mitte November. Manchmal auch nur « saison » genannt.
Temporada : Die Corrida- oder Stierkampfsaison.
Tertulia : Debatte nach der Corrida über Einzelheiten des Kampfes.
Tienta : Ein Auswahlverfahren von Kühen in einer Ganaderia (spanische Stierzucht), um den Mut und die noble Haltung der Tiere zu sehen, die zur Reproduktion geeignet sind.
Trident d’Or : Goldener Trident. Jährlicher Wettbewerb zwischen Stierzüchtungen. Eine Jury bepunktet die Fähigkeiten jedes Stieres im Spiel, zählt für die Trophäe.
Tri : Auswahl. Am Morgen vor einem Spiel oder dem Setzen der Brandzeichen drängt der « manadier » und seine Gardians die gewünschten Tiere aus der Herde und in den Corral...
Trident : Ein eiserner kleiner Dreizack mit einer konisch geschärften Spitze auf einem soliden Holzstil (aus Esche oder Haselnuss.
Trophée de l’Avenir : eine Meisterschaft, für die während der Saison zahlreiche Spiele an unterschiedlichen Orten veranstaltet werden und bei denen die Razeteure für ihre Leistungen Punkte sammeln. Die Trophäe erhält der Razeteur, der am Saisonende die meisten Punkte angesammelt hat. Dieser Wettbewerb ist für Razeteure reserviert, die jünger als 24 Jahre alt sind.
Trophée des As : ein Preis vergleichbar mit anderen sportlichen Meisterschaften. In diesem Wettbewerb sind die Teilnehmer in der ersten Kategorie, dem höchsten Niveau für einen Razeteur in der Trophée des As.
Trophée des raseteurs : Diese dritte Trophäe ist vergleichbar mit den beiden oben genannten, aber Razeteuren zugänglich, die nicht « courir aux As » (Kategorie 1) qualifiziert sind, aber für die « Trophée de l’Avenir » zu alt sind.
Trophée Taurin : Wettbewerb, die zwei lokale Tageszeitungen ausschreiben (La Provence and Midi Libre).
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