Arles war schon immer eine Stadt der Traditionen. Gardians (berittene Hirten) und Arlésiennes sind die natürlichen Akteure bei allen traditionellen Festen des Landes von Arles, Erde von Frédéric Mistral im Rhythmus der Jahreszeiten.
1854 gründet der junge Poet den Félibrige,
literarische Bewegung zur Verteidigung und zur Verbreitung der provenzalischen Sprache. Die Qualität seiner Dichtkunst und die Wiederentdeckung des Provenzalischen erlaubte Frédéric Mistral, 1904 den Literaturnobelbreis in Empfang zu nehmen. Dieses „Geld des Poeten“ erlaubte ihm die Einrichtung des Museon Arlaten. Dieses ethnographische Museum zeigt alle Details, die zur provenzalischen Identität beitrugen. So enthüllt sie das Geheimnis um das Kostüm der Arlesienne und der provenzalischen Musik, noch im XXI. Jahrhundert lebendig: galoubets et tambourins (Pfeifen und Trommeln) untermalen noch immer die farandole (Reigen) zum Schluss von Volksfesten oder man singt den Coupo Santo,
die Nationalhymne der Provence.